Wie ich bei mir selbst feststellen musste, sind Medikamente zwar nicht in der Lage, die Ursachen der Arthrose zu beseitigen. Allerdings sind sie teilweise sehr gut dazu geeignet, akute Schübe zu verkürzen und Schmerzen zu nehmen. Die Standards in der medikamentösen Therapie von Arthrose sind schmerzlindernde und entzündungshemmende Arzneimittel, wie die nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). Hierzu zählen Acetylsalicylsäure, Diclofenac, Ibuprofen, Prixocam etc. Auch wenn diese rezeptfrei erhältlich sind, sollten sie nie längere Zeit auf eigene Faust und ohne Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden, da sie mit schwerwiegenden Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich einhergehen können. Eine neuere Wirkstoffklasse sind die sog. COX-2-Hemmer, die als magenverträglich gelten und nur ein- bis zweimal täglich eingenommen werden müssen. Ihre Einnahme ist jedoch auf Grund eines erhöhten Herzinfarkt-Risikos nicht unbedingt empfehlenswert. In besonders schweren Fällen kann es auch nötig sein, das stark entzündungshemmend wirkende Kortison direkt in das betroffene Gelenk zu spritzen (intraartikuläre Injektion).
Pflanzenheilkunde in der Arthrosetherapie: Welche neuen Therapiemöglichkeiten gibt es?
Im Idealfall umfasst Arthrose-Versorgung neben konservativer, rein symptomatischer Pharmakotherapie auch zahlreiche nicht-medikamentöse Maßnahmen. Dazu zählen beispielsweise Patientenaufklärung und Anpassung der Lebensweise sowie Physiotherapie. Eine weitere tragende Säule ist die Selbstmedikation, also die eigenverantwortliche Anwendung rezeptfreier Medikamente, die mehr und mehr zum intregralen Bestandteil der Arzneimittelversorgung wird. Ziele der Behandlung sind möglichst nebenwirkungsarme Schmerzreduktion, die Verbesserung der Beweglichkeit und eine Verzögerung des Krankheitsverlaufs. Langfristig stehen der Erhalt der Lebensqualität und das Verhindern von Operationen im Vordergrund. Auch Nahrungsergänzungsmittel stellen - richtig angewandt - eine sinnvolle Ergänzung einer Arthrosetherapie dar. Seit einigen Jahren werden interessante Ansätze der diätetischen Therapie untersucht und zahlreiche Studien publiziert, die den Einfluss der Ernährung bei Arthrose erforschen. Die so genannten Chondroprotektiva (Knorpelschutzstoffe), d.h. Nährstoffkombinationen aus Glucosamin und Chondroitin sollen den Gelenkstoffwechsel unterstützen. Als besonders empfehlenswerte Basistherapie bei Arthrose erwies sich in den Studien hochdosiertes Vitamin E entweder in Form von besonders Vitamin E-reichen pflanzlichen Ölen, z.B. Arganöl, oder als hochdosiertes Arzneimittel mit 500 – 1000 I.E. Vitamin E aus der Apotheke.
Die Stadien der Rhizarthrose
Im Verlauf der Rhitzarthrose durchläuft der Patient maximal vier klinische Stadien: 1. Die Stumme Arthrose zeigt keine Symptome. 2. Die schmerzhafte nicht entzündliche Arthrose, die insbesondere zur sogenannten Morgensteifigkeit führt. 3. Während der entzünlichen Arthrose kann die Morgensteife bis zu 30 Minuten anhalten. 4. Die dekompensierten Arthrose (Stadium 4) ist von starken funktionellen Gelenk-Defiziten gekennzeichnet.
Bereits ab dem 2. Stadium der Arthroseentwicklung sollte/muss gehandelt werden.
Denn entscheidend für das Fortschreiten der Krankheit sind die Entzündungsprozesse.
Dieser Arthrose-Motor
treibet Schmerzen, Knorpelabbau und Gelenkveränderungen voran. Ein gutes und zugleich
verträgliches Entzündungsmanagement ist damit der Schlüssel zu einer Erfolg
versprechenden Langzeittherapie. Insbesondere pflanzliche Arzneimittel wie die
Weidenrinde erfüllen die Forderung nach Wirksamkeit und Verträglichkeit
einer Arthrosebehandlung, und sind zugleich für ein natürliches
Therapiekonzept geeignet. Diese Eigenschaften der Weidenrinde sind mir bei meiner Therapie besonders wichtig.
Warum Weidenrinde bei Arthrose so gut hilft
Woher es kommt, dass die Weidenrinde bei Arthrose so gut hilft, habe ich mir von einem befreundeten Apotheker erklären lassen. Er meinte, Weidenrinde sei aufgrund der synergistischen Wirkung ihrer Inhaltsstoffe besonders zur nebenwirkungsarmen Therapie der beginnenden Arthrose geeignet. Die überzeugenden Resultate der klinischen Studien ließen sich unter anderem darauf zurückführen, dass der Weidenrinden-Extrakt ein Vielstoff-Gemisch mit synergistischen Effekten ist. Neben Salicin sind vor allem Polyphenole, Flavonoide und Tannine an der antiinflammatorischen Wirkung beteiligt. Diese bremsen die Synthese von Entzündungsmediatoren, hemmen zusätzlich die Freisetzung von immunstimulierenden Botenstoffen und haben außerdem noch antioxidative Effekte. Auf diese Weise besitzt der Extrakt nach heutigem Kenntnisstand ein wesentlich breiteres Wirkspektrum als rein synthetische Rheumamittel, die im allgemeinen nur an einer Stelle der Entzündungs- und Schmerzkaskade im Körper eingreifen. Offensichtlich ist dies einer der Gründe, warum der Weidenrinden-Extrakt für multisymptomatische Erkrankungen wie Arthrose besonders geeignet ist.
Ein weiterer und bei chronischen Krankheiten wichtiger Vorteil: Die Arthrose-Behandlung mit Weidenrinden-Extrakt ist nebenwirkungsarm. Bisher wurde äußerst selten über unerwünschte Wirkungen wie allergische Hautreaktionen berichtet. Schwere toxische Nebenwirkungen, auch bei Überdosierungen, sind unbekannt. Da es sich bei der Arthrose um eine langfristige Erkrankung handelt, ist eine nebenwirkungsarme Therapie umso wichtiger.